Gestern Abend trafen sich fünf wagemutige Atizo-Innovatoren (Willy Kämpfer, Stephan Meier, Andreas Mäder, Alex Lötscher und Markus Leutwyler) um mit dem Atizo-Team gemeinsam draussen Fondue zu speisen.

Bei Glüh- und Weisswein sind verschiedene gute Ideen entstanden. Wie könnte es auch anders sein bei soviel Brain-Power um ein Caquelon. Zwei möchten wir sofort aufnehmen:
- Projekte starten nicht mehr immer um Mitternacht, sondern über den Tag verteilt.
- Wir sammeln ab nächstes Jahr gespendete Prämien und lassen Sie einem mit den Innovatoren gemeinsam bestimmten gemeinnützigen Zweck zukommen. Bitte tragt doch einen Kommentar hier im Blog ein, wenn ihr einen solchen Zweck/Stiftung empfehlen möchtet. Wichtig: Wir möchten die paar hundert (vielleicht auch tausend) Franken jemandem geben, der sich auch bei kleinen Beträgen freuen kann (also eher nicht Glückskette oder ähnliche).
Die Stiftung Biovision promoted mit der Website http://www.infonet-biovision.org in Afrika ökologische Landwirtschaftsmethoden: http://www.biovision.ch/projekte/international/infonet-biovisionorg/
Von Bremgarten aus betreiben die Schwestern Raffaela und Silvia Flory eine Suppenküche in Rumänien und unterstützen den Bau eines Kindergartens. Diese Organisation ist so klein, dass wirklich auch kleine Beträge wahrgenommen werden. Auf Wunsch kann ich gerne die genauen Kontaktdaten besorgen.
Zeitungsartikel zum Thema oben:
http://www.srk-aargau.ch/medias/media_mithelfen/forum/Rotkreuzpreis_2006_mit_Foto_6.2006.pdf
http://www.wohleranzeiger.ch/archiv/freiamt.cfm?key=7.158.2496
[...] Innovators Christmas Fondue [...]
Vielleicht sollte man das Geld an eine muslimische Kulturinitiative geben. Wäre ein Zeichen gegen die Zeichen der Zeit, und würde neue Innovatoren erschliessen.
Mir ist der Tierrettungsdienst (www.tierrettungsdienst.ch) sehr sympathisch. Wer z.B. ein verletztes (Haus-)Tier findet, kann anrufen, und freiwillige Helferinnen kommen es abholen. Im Tierspital wird es wenn nötig gratis operiert und dann wieder aufgepäppelt.
Also, bei uns auf Amazee gäbe es da sicher einige Kandidaten, sowohl aus der Schweiz als auch aus dem Ausland. Wenn ihr eins seht, das euch besonders interessiert, kann dich da gerne den Kontakt herstellen. Ihr könnt aber natürlich auch selbst gern Kontakt aufnehmen.
Ohne damit gegen die bereits vorgeschlagenen Institutionen zu votieren, möchte ich http://www.kiva.org als Vorschlag in die Diskussion einbringen. Über diese Internetplattform werden Mikrokredite in Entwicklungsländern vergeben. Mikrokredite können Menschen helfen, aus eigener Kraft die eigene Armut zu lindern.
Und deshalb wäre dies interessant:
- Auch kleine Beiträge bringen etwas (Kiva rechnet in 25$-Schritten ab)
- Unterstützt werden Unternehmer und “start-ups”, also Leute mit Atizo-Spirit
- Das Geld bleibt nachhaltig erhalten: Ist ein Mikrokredit zurückgezahlt, so ist das Geld wiederum für einen weiteren Mikrokredit verfügbar: Das gespendete Geld akkumuliert sich.
- Auf der Website von KIVA können der Spendenstand und die Projekte laufend mitverfolgt werden.
Ich finde den Vorschlag von Raphael Agosti super! hast du damit Erfahrung?
Kann alle Vorschläge hier unterstützen, finde aber auch die Mikrokredite sinnvoll, da hier auch ein Bezug zu Atizo besteht.
Gute Vorschläge. Bezüglich der Mirkokredite würde ich vorschlagen, dass man die Prämien auch den vielen Familienväter in der Schweiz spenden könnte, welche in diesem Jahr ihren Job verloren haben und mühe haben die Familie durchs Jahr zu ernähren. Diese Kinder würden sich sicher auch darüber freuen. Ein zweiter vorschlag wäre, dass man mit diesen Prämien, wenn auch nur wenige hundert bis tausend Franken, Personen unterstützt welche zwar eine super innovative Geschäftsidee haben, jedoch diese nicht umsetzen können weil das erforderliche Kapital fehlt.
hab kürzlich von einem indischen Wissenschaftler gelesen, der eine Datenbank mit traditionellem indischen Wissen erstellt um einmal das Wissen zu bündeln, zum anderen aber auch um Patente für traditionelle Lebensmittel oder Heilmethoden zu verhindern(was auch schon gelungen ist, ein Unternehmen hatte versucht sich Kurkuma zu patentieren.).
Das wäre thematisch passend. (Auch der sucht natürlich Geldquellen und versucht ähnliche Projekte in anderen Ländern anzustossen).
Ist mir nur grade eingefallen.
LINK:
http://sciencev1.orf.at/science/news/44405
Vielen Dank für die tollen Vorschläge. Es dürfen auch gerne noch mehr sein. Wir werden im Januar eine kleine Abstimmung dazu auf Atizo machen, um unser erstes Spenden-Projekt mit der Community gemeinsam auszuwählen. Merry Christmas to all!
STRO Social Trade Organisation sucht nach innovativen Lösungen für lokale Wirtschaftskreisläufe: (http://www.socialtrade.org/)
\In a globalized world, local economies easily end up at the impoverished end of the trade/wealth spectrum. In fact, many communities have been paralyzed for years in needless economic depressions.
Social Trade Organization (STRO) targets these communities with its innovative solutions that increase the purchasing power through new forms of money and credit and by making existing purchasing power circulate longer within a given community or region.\
Insbesondere unterstützen Sie das Entstehen und Fördern lokaler Wirtschaftskreisläufe auf der Basis von Komplementärwährungen, mit Schwerpunkt Lateinamerika
Eine Idee die allerdings das Vertrauen in einzelne Inovatoren erfordert: Viele von uns sind ab und zu in einem Entwicklungsland in den Ferien. Manche davon geben sich mit der Bevölkerung ab. Es könnte jeweils einer der Innovatoren den Betrag mitnehmen und an seiner Meinung nach geeignete Leute abgeben und dies für Atizo dokumentieren. Komme darauf, weil ich in meinen Ferien in Sri Lanka eine sehr arme Fischerfamilie kennengelernt habe, die nur 1 kl. Hütte für 11 Pers. haben, 1 Kochstelle mit einem Topf, kein fl. Wasser + kein Handy! Nicht mal das Bott gehört ihnen, sie müssen die Hälfte des Fangs abgeben. Ich habe sie mit dem was ich noch hatte mit Reis, Tee, Zucker, Seif, usw. unterstützt.
@ Marcel
Auf http://www.kiva.org/about/how/ ist das Ganze noch in Wort und Bild erklärt.
Meine persönlichen Erfahrungen mit Kiva. Hier einige + und – Punkte:
+ Internet-Plattform mit Profilen der Empfänger ist bereits vorhanden (Atizo kann als Spender oder als Gruppe auftreten)
+ Persönlich, da alle Empfänger mit Bild und Text vorgestellt werden.
+ Motivierend, da jeder Franken x-mal investiert werden kann
+ Kredite sind keine Almosen, sie erfordern persönlichen Einsatz der von Armut Betroffenen und fördern damit Selbstwertgefühle und den Aufbau von Strukturen
- Kreditnehmer zahlen für unsere Verhältnisse hohe Zinsen (ca 20-30%, meist werden dafür gratis Beratungsleistungen angeboten. Dies liegt jedoch unter dem Zinsniveau der entsprechenden Ländern, abgesehen davon, dass an arme Leute sonst gar keine Kredite vergeben werden)
- Die Projekte sind selten wirklich innovativ: Reis gross einkaufen und auf dem lokalen Markt wiederverkaufen, ein kleines Restaurant oder Strassenladen aufstocken…
- Atizo wäre nur einer von vielen tausend Teilnehmern