Archive für November 2008

Den beiden Schweizer Internetfirmen Doodle und Atizo wurden am 25. November 2008 das begehrten CTI Start-up Label des Bundes verliehen. Das CTI Start-up Label erhalten Unternehmen bei Finanzierungsreife und grossem internationalem Wachstumspotenzial.

Doodle macht es einfach, einen passenden Termin für einen Gruppenanlass zu finden. Doodle ist ein gratis Online-Koordinationsdienst, das keine Registrierung und keine Softwareinstallation erfordert.

Atizo bringt innovative Unternehmen mit hellen Köpfen auf einer Innovationsplattform im Internet zusammen. Unternehmen können dank einem offenen Innovationsprozess bessere Produkte- und Dienstleistungen in kürzerer Zeit entwickeln.

Das CTI Start-up Label hat sich in den letzten zehn Jahren sehr bewährt. Von den mehr als 140 ausgezeichneten Start-ups sind über 85% heute erfolgreich am Markt tätig. Doodle und Atizo gehören nun auch zu den „Perlen“ der Schweizer Start-up Szene.

v.l.n.r. Christoph Heidelberger (CTI Coach), Christian Hirsig (CEO), Mathias Ruch (Chairman) und Reto Aebersold (CTO)

Diese Frage wirft Kristen Le Mesurier in einem Artikel des australischen The Age auf.

Am Beispiel der Produktentwicklung sollen Produkte entstehen, die von den Kunden geliebt und nicht mehr hergeben möchte. Gleichzeitig sollen die Produktionskosten tief und die Produktionszeiten kurz sein. Der Gedanke liegt nahe, den Kunden direkt in den Entwicklungsprozess miteinzubeziehen um teure Entwicklungskosten, Marktforschungen, Produkttestings zu sparen und ein Produkt hervorzubringen, das den Bedürfnissen bestmöglich entspricht. Proctor & Gamble gehören dabei zu den Pionieren, aber auch Unternehmen wie Nintendo (Neue Wii-Produkte) oder auch NASA haben die Vorteile der offenen Innovation erkannt.

Um den Gedanken von Open (Source) Innovation auf eine Firma zu adaptieren, regt Kristen Le Mesurier mit diesen fünf Punkten an:

  1. Beerdigen sie den Gedanken, dass Innovation eine Abteilung oder eine Rolle ist. Ermutigen sie alle Mitarbeiter kreativ zu sein.
  2. Machen sie den Briefkasten für Vorschläge transparent und machen sie ihn zugänglich via intranet oder per e-mail.
  3. Fragen sie Mitarbeitende nicht nur nach Ideen. Formulieren sie das Problem und fragen sie nach Lösungen.
  4. Erkennen sie die Enthusiasten und involvieren sie sie.
  5. Stellen sie ihr Produkt oder ihre Dienstleistung denjenigen zu Verfügung, die in der Lage sind, etwas zu verbessern.

Wo OpenInnovation ein Thema ist, ist auch Crowdsourcing nicht weit. Unter Crowdsourcing (= Crowd + Outsourcing) versteht man einfach gesagt das Befragen der Masse anstelle von Spezialisten.

Jeff Howe gilt als “Erfinder” des Begriffs. Die Antriebskraft der Crowds ist nach Howe gemeinsame Interessen und Leidenschaft. Howe schreibt nicht nur spannende Artikel für Wired sondern ist auch auf Videos zu sehen. In den Videos spricht Howe unter anderem über Etsy, der Plattform wo kreative Handwerker ihre Kunstwerke verkaufen können.

Die Ursprünge des Begriffs umschreibt ein Artikel aus den Anfängen (2006).

Weitere Informationen:

Atizo im 10vor10

nicole —  07.11.2008 — 7 Kommentare

Gestern abend wurde ein Beitrag über Atizo im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt.

Darin zu sehen sind exklusive Einblicke in das Leben eines Innovators, die Fabrikation erster Gleitverschluss-Prototypen bei Mammut und das kreative Büro von Atizo in Wabern.

http://atizo.com/docs/Atizo_10vor10.mov

Für alle die denken Steve Jobs sei der Erfinder des iPods – Michael Docherty erklärt wie der iPod eines der innovativsten Produkte der heutigen Zeit dank Open Innovation in weniger als 9 Monaten entwickelt werden konnte.